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Korsika vom 08. bis 23 Mai 2010

Meine Frühlingsferien verbringe ich dieses Jahr in Korsika. Ein ideales Land um mein neues Cannondale Fahrrad mit Elektrokomponenten von Bionx (Motor, Akku und Display) zu testen. Eine Insel, gebirgig und gross genug um sich 14 Tagen aus zu toben. Mit dem Zug fahre ich von Zürich nach Livorno. Dort wird ein Schiff der "corsica ferries" mich nach Bastia bringen. Hier beginne ich Korsika gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Zuerst fahre ich hinauf um Cap Corse, dann via St. Florent, Calvi, Porto, Ajaccio und Sarténe nach Bonifatio ganz im Süden der Insel. Richtung Norden werde ich noch ein paar Tagen im Inland verbringen. Für die Heimreise muss ich erst wieder am 22.Mai in Bastia sein.

In Pisa steige ich aus damit ich den schiefen Turm ansehen kann.

Pisa mit dem Fluss Arno. Morgen ist es so weit für die "corsica ferries"

 

Napoleon Statue auf dem Place St.Nicolas in Bastia

 

Livorno - Bastia in 4 Stunden mit Corsica ferries

10. Mai 2010 Bastia - Centuri Port (Cap Corse)
Km. 59.59 Höhe 608 Meter


08.15h. verlässt die Fähre Livorno und genau um 12:00h. läuft sie in Bastia ein.
Zuerst mache ich eine Besichtigungstour durch die Stadt. Vom Napoleon Statue auf dem riesigen Platz St.Nicola mache ich ein Foto. Wegen Renovation ist die Citadelle im Moment nicht zugänglich.
Die Nachmittagtour verläuft entlang dem See Richtung Norden bis zum Camping in Macinaggio. Dort angekommen herrscht reger Betrieb, leider sind sie noch nicht fertig und der Platz wird erst in 2 Tagen geöffnet. Der Besitzer verweist mich nach dem nächst gelegenem Platz in Centuri Port. Es sind nur 15 Km. aber über den Col de Serra. (396m.)
Bis jetzt waren die Strassen gut aber nun wird es aufpassen, damit ich rechtzeitig den Löchern ausweichen kann. Die Betonplatten am Strassenrand sind schon gelegt und ich nehme an das als nächstes der Strassenbelag dran kommt.
5 Gehminuten vom Col entfernt steht die einzige noch intakt verbliebene Windmühle Korsikas. Sie wurde von der Firma Mattei restauriert und als Werbefläche für ein Likör benützt. Von dort sieht man in der Tiefe das Kleine Fischerdorf Centuri-Port schon liegen.
Angekomme stelle ich fest dass auch dieser Campingplatz geschlossen ist. Zum Glück sehe ich 5 Wohnmobile auf einen eigens dafür gemachten Kiesplatz stehen. Neben den Kiesplatz ist eine schöne Wiese und so ist für mich klar, dort werde ich mein Zelt aufschlagen.
Zuerst gehe ich ins Restaurant denn es ist schon spät geworden. Hier kann ich auch den Akku aufladen.

Place St. Nicolas in Bastia gesäumt von Kaffeeterrassen unter Platanen

Viele Türme entlang der Ostküste

Tour de Losse

Ab und zu muss man warten können

Sicht auf Centuri Port von

Moulin Mattei aus gesehen

Die Westküste von Cap Corse

11. Mai 2010 Centuri-Port - Saint-Florent
Km. 65 --------total 124.59
Höhe 789 -----total --1397


Ich fahre durch kleine Dörfchen wie Pino und Marinca nach Monza mit fast immer sicht auf das Meer und zum teil steil abfallende Hänge. Nonza ist etwas Spezielles. Die Häuser sind um einen Felsen herum platziert, es sieht so aus als ob der Turm die Einwohner beschützt. Ab Mitte der 20 Jh. wurde hier astbest abgebaut. Ich fahre entlang der grossen Fabrik welche inzwischen still gelegt wurde. Der Abfall wurde einfach ins Meer geworfen. Dadurch bildete sich mit den Jahren ein künstlicher Strand der Grün-Grau schimmert. Experten haben behauptet, dass der Strand keine Gefahr für den Menschen darstellt. (Wers glaubt wird selig).
Ich komme schon früh in Saint-Florent an. Umso mehr Zeit habe ich das Städtchen an zu schauen.
Die Strasse ab Nonza ist wieder gut bis sehr gut.
Auf dem Camping angekomme beginnt es mit Blitz und Donner in Strömen zu Regnen. Das Beste ist jetzt eine ausgiebige Dusche. Aus der Duschkabine zurück, ist der Sommer wieder da
.

Hier ist die Strasse wieder gut

Stillgelegte Astbestfabrik in Nonza

Künstlicher Strand mit Astbest Ablagerungen in Nonza

Mausoleums am Strassenrand (Familien Gräber)

Saint Florent in sicht

Die Korsen spielen wie die Franzosen gerne pétanque

Ueppige Blüte jetzt in Mai

12. Mai 2010 Saint-Florent - Calvi
Km. 81.23 -----total 205.82
Höhe 955 ------total --2352


Die einzige Verbindung zwischen Saint-Florent und L'ile Rousse ist die D81. Zuerst eine Steigung auf ca. 300 Meter und dann "rolling hills".
Eine karge Landschaft, mit zum Teil bewachsenen Felsen die auch ihren Reitz hat.
In L'ile Rousse ist Mittagzeit. Die Terrassen laden ein zum "lunch break".
Ich glaube hier könnten die Behörden etwas gegen das Verkehrschaos unternehmen. Jeder muss mit dem Auto durch das Städtchen. Die Roller fahren kreuz und quer zwischen den Autos durch. Aber es scheint niemand zu stören. Man muss sich den vortritt nehmen, sonst kommt man nirgendwohin. Erstaunlicher Weise hubt keiner. (zum Gluck)
Ich kaufe noch etwas zum essen, hauptsächlich Obst und Trinken, denn morgen ist Christi Himmelfahrt und die Geschäfte sind geschlossen.
2 Km. vor dem Zentrum von Calvi sehe ich ein Camping in einem Pinienwald. Die Rezeption ist noch geschlossen jedoch kann ich trotzdem das Zelt aufstellen. Es ist herrliches Sommerwetter. Plötzlich weht ein starker Wind und im nu ist der Zeltplatz verhüllt in einer Wolke von gelblichem Blütenstaub der Pinien. (sehr eindrücklich)
Fast jeder Zeltabschnitt hat seinen eigenen Elektroanschluss, So habe ich kein Problem den Akku auf zu laden.
Ich bin froh dass ich so früh in Calvi bin denn es gibt viel zu sehen. Mit dem Velo kann ich die Citadelle hochfahren und habe eine fantastische Sicht auf Unterstadt und Hafen.

Zwischen L'ile Rousse und Calvi. Eine Fähre läuft gerade in den Hafen ein

Landschaft zwischen St.Florent und Pietra Monetta D81

Mittagpause in L'ile Rousse

Golfe de Calvi

Citadelle von Calvi. Ich kann mit dem Velo im Kreis zur Oberstadt fahren.

Citadelle von Calvi, vom Hafen aus gesehen

Der Hafen von Calvi


13. Mai 2010 Calvi - Porto
Km. 81.21 -------total 287.03
Höhe 957 --------total --3309


Ich nehme die Küstenstrasse D81 nach Porto. Auf der Karte sehe ich dass die Strassen nur so wimmeln von Kurven. Ich freue mich schon auf die Abfahrten. Ich habe mich jedoch getäuscht. Hinauf komme ich mit Elektrounterstützung auf 10 bis 13 Stunden Km. Leider bin ich nicht viel schneller bei der Abfahrt. Der Asphaltbelag ist dermassen löcherig, dass es zu gefährlich wird schneller zu fahren. Und das geht so bis Galéria, danach ist es wieder Super zu fahren.
Es gibt einige kleine Gipfel (bocca's) z.B. Col de Palmarella und Col de la Croix zu überwinden, aber das macht die fahrt umso interessanter und abwechslungsreich. Ich treffe einige bepackte Velofahrer, so z.B. 2 Damen aus Amsterdam.
Die letzten 10 Km. vor Porto sind die Strassen buchstäblich aus den Felsen gehauen.
Der Campingplatz in Porto ist luxuriös. Jedoch der einzige auf dem ganzen Korsika Umrundung die für das Aufladen der Batterie Geld verlangt. 3.50.)
Beim Nachtessen sitzt ein Paar aus der Schweiz am Nebentisch. Sie erzählen mir dass sie heute Mittag in einen Unfall verwickelt wurden. Ein Motorradfahrer ist ihnen seitlich ins Auto gefahren und musste mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden.

Zerklüftete Felswände kurz nach Calvi

2 Damen aus Amsterdam

Es wurde bestimmt viel gesprengt um diese Strasse zu bauen

Der Korsische name für col ist Bocca

Immer wieder Blick auf das Meer

Immer wieder kleine Dörfchen verstreut zwischen den Bergen

Diese Kuh geht nicht mal für die Autos zur Seite

Schön zum ansehen aber doch mühsam hier zu wohnen

Das kleine Mauerchen hilft nur wenig bei einem Sturz deshalb

Herrliche Badebuchten sehr schön zum schnorcheln

 

schön auf der Strasse bleiben.

 

und hier zum Baden.

Der Fels mit Turm in Porto Marina


14. Mai 2010 Porto - Ajaccio
Km. 87.11 -------total 374.14
Höhe 1299 -------total --4608


Von Porto (auf Meereshöhe) Steige ich ca. 400 Meter Richtung Calanche. Ein völlig neues Erscheinungsbild welches durch rote Granitfelsen und bizarren Formen besonders auffällt. Es steht seit 1983 unter das Unesco Weltkulturerbe. (
http://de.wikipedia.org/wiki/Calanche)

Die Strasse ist wieder aus den Felsen gehauen, die eine Kurve folgt der anderen. Die Motorradfahrer haben hier bestimmt ihre wahre Freude. Um die Landschaft zu geniessen sieht man sie an allen Ausbuchtungen stehen denn sobald sie fahren, müssen sie sich zu viel auf die Strasse konzentrieren.
Zwischen San Martinu und Cargèse ist die Strasse miserabel, wird aber anschliessend Super bis Ajaccio.
Ich fahre zum Touristen Büro um mich über die Stadt zu informieren (ca 60.000 Einwohner) und zu erfahren welcher Campingplatz am nächste beim Zentrum liegt. Hier kam 1769 Napoleon Bonaparte zu Welt. Sein Geburtshaus ist unweit des Place Foch wo eine übergrosse Statue des Keisers steht.
Eine Stadt in der man mit dem Auto nur mühsam voran kommt, geschweige einen Parkplatz findet, aber mit dem Velo überall schnell hinkommt. Zum Glück ist es noch früh, so bleiben mir noch einige Stunden für Sightseeing.

Rückblick auf Porto.

Beim Nachtessen.

Calanches, Unesco Weltkulturerbe.

Die Westküste von Korsika.

 

Wenn die Sonne unter geht leuchten diese Berge purpurrot

 

Immer wieder Blick auf das Meer

 

Golfe de Pero

Cargèse

Tiuccia

<Mausoleum eine wohl bessere korsische Familie am Strassenrand. --------------------------------Golfe de la Liscia ^

15. Mai 2010 Ajaccio - Sartène
Km. 99.14 ---------total 473.28
Höhe 1733 --------total ---6341


Es muss diese Nacht fürchterlich geregnet haben denn das Zelt ist bis zu einem Drittel hoch mit Erde, Staub und Tannnadeln bespritzt. Das Zelt steht unweit von der Sanitären Einrichtung. Ich trage es dorthin und spritze es mit einem Gartenschlauch wieder sauber, in der Hoffnung, dass ich es irgendwo am Tag trocknen lassen kann.
Schon ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt fängt es an zu steigen. Es geht 750 Meter hoch zum Col de St. George. Die Strassen sind gut und die Steigung ist Moderat, mit nicht mehr als 6%. Hier ist die Quelle des Wassers welches ich in jedem Supermarkt sehe. Ich fahre entlang der Fabrik wo das Wasser abgefüllt wird.
Heute geht es viele male auf und ab, zu sehen an dem Tageshöhenmeter.
Mit dem Wetter habe ich viel Glück, eine Zeitlang fahre ich mit Pelerine, im laufe des Tages wird es immer besser. Ich kann während dem Picknick mein Zelt zum trocknen auslegen.
Sartène ist die korsischte aller korsisen Städte sagt mein Reise-Taschenbuch. Diese Gegend ist das Land der Blutrache. Wie ich sehe gibt es keine einzelne Gräber sondern nur Familienmausoleen. Sie stehen entweder auf Friedhöfen oder irgendwo am Strassenrand. Dass zeigt mir wie stark das Familienband hier noch ist.
Wie so viele Städte und Dörfer liegt auch Sartène hoch auf einem Berg. Desto trotz will ich das Städtchen anschauen. Mit elektro Unterstützung hält sich die Anstrengung in Grenzen, ja macht sogar spass. Der Zeltplatz liegt am Fusse des Berges.

Ajaccio am frühen Morgen wird schon

Boule gespielt. Regenpfützen von

der Nacht. ^ Der erste Col für heute

Verstreute Siedlungen

Sartène, für mich ein bisschen

düstere Stadt

16. Mai 2010 Sartène - Bonifatio
Km. 64.05 ------total 537.33
Höhe 836 -------total 7177


Jetzt muss ich wieder 300 Meter hinauf ins Städtchen, denn es gibt keinen anderen Weg nach Bonifatius. Es gibt auch heute wieder ein paar kleine Pässe mit schönen Aussichtspunkten, auch aufs Meer. Nach dem Col de Coralli am Meer angelangt, macht die Strasse eine Wendung Richtung Osten. Nun habe ich zum ersten Mal Rückenwind.
Rückenwind und E-Unterstützung machen dass ich schon 13:00h in Bonifatius bin. Für diese schöne Stadt zu besichtigen habe ich nun den ganzen Nachmittag. Die Stadt liegt um eine tiefe Einbuchtung, auf 60 Meter hohen Klippen.
Am Abend auf dem Zeltplatz putze ich Kette, Ritzel und Kettenblätter denn nach 7 Tagen höre ich am Knirschen, dass es höchste Zeit ist.
Jetzt im Süden angekommen ist der Sommer wieder zurück.

Ueppige Vegetation.

Wieder am Meer angekommen.

Plötzlich eine ganz andere Landschaft mit Weinreben und gemähten Wiesen.

17. Mai 2010 Bonifatio - Zonza
Km. 69.66 ---------total 606.99
Höhe1283 ---------total --8460

Ein herrliches aufstehen wenn kein Wölkchen den Himmel betrübt, dazu noch eine leichte Brise im Rücken und ich bin im nu in Porto Vecchio. Hier mache ich einen "Znünipause". Die ersten 25 Km. waren flach, doch ab jetzt geht es 40 Km. hinauf. Von 0 auf 600 Meter, d.h. nicht al zu Steil. Ich bin sehr enttäuscht dass nach 300 Höhenmeter die Elektronik versagt. Das Display zeigt, dass noch genügend Strom vorhanden ist. Jetzt geht es weiter ohne Unterstützung. Ich bin froh dass ich mich für einen 27 Gangschaltung entschlossen habe. So komm ich etwas langsamer und ein paar Tropfen mehr Schweiss nach oben. (Am Ende des Berichtes beschreibe ich was die Ursache War.)

<Treppe zur Oberstadt ----------------Der Hafen von Bonifatio^

Eine lange Einbuchtung vom Meer zum Hafen

Die Kreidefelsklippen von Bonifatio

Die Westseite von Bonifatio

Zeichen früherer Besiedlung

Oberstadt

Citadelle vom Hafen aus gesehen

Die Oberstadt ist ganz nah an die Klippen gebaut

Heute treffe ich viele Leute mit denen ich mich unterhalte, so auch ein Paar aus Süddeutschland unweit der Schweizer Grenze.
Um 16:00h. komme ich in Zonza an. Es erstaunt mich, dass ich um diese Zeit ein Restaurant finde dessen warme Küche offen ist. Für mich die ideale Zeit zum Essen. Hunger und Durst ist genug vorhanden. Bis ich um ca. 21:00h schlafen gehe ist das meiste schon verdaut.
Der Campingplatz ist 2 Km. hinunter Richtung Quenza.
Das Süddeutsche Paar sieht mich schon vom Liegestuhl aus ankommen.

Porto-Veccio

Aufstieg nach Zonza

Trinkpause

Ein grosser Stausee

Stetig hinauf auf schönen Strassen

Eine andere Kulisse an der Ostseite

Der Zeltplatz von Zonzo liegt 2 Km. Richtung Quenza

Viel Schatten für den Sommer

18. Mai 2010 Zonza - Ghisonaccia
Km. 62.92 -----total 669.91
Höhe -774 -----total -9234

Heute geht es über den Bavella Pass auf ca. 1200 Meter. Der Zeltplatz liegt auf etwa 500M. d.h. 700 Höhenmeter für den heutigen Vormittag. Der Vorteil, es geht Moderat hinauf.
Mit gutem Strassenbelag, wenig Verkehr und stetem Tritt komme ich gegen Mittag oben an. Es wimmelt nur so von Touristen. Mit Reisebussen, Autos, Motorräder und sogar mit Rennrädern sind sie angekommen.
Ein schönes Panorama für die Mittagrast.
Die Abfahrt nach Solenzara am Meer ist eine Wucht. Durch eine Wunderschöne Landschaft mit vielen Wäldern und neu ausgebauter Strasse. Ich halte einige male an, nicht nur zum fotografieren sondern auch um die Landschaft zu geniessen. Ich entdecke einen ganzen hang mit Orchideen.
Die letzten 15 Km. bis Ghisonaccia sind eben.
Auf dem Campingplatz ist nur ein Dauercamper. Später kommt noch ein Pärchen hinzu, die zum Klettern auf die Insel gekommen sind.
Der Platz liegt in einem Pappelnwald, der mit hängenden Fruchtständen, in voller Blüte steht. Die Samen sind mit einem Haarschopf versehen. Bei jedem Windstoss wirbeln die Samen wie Schneeflocken durch die Luft. Das Gras ist zu Teil mit diesem Haarschopf zugedeckt.
Der zweite Campingplatz (4 Stern) liegt direkt am Meer in einem Pinienwald. Er ist riesengross und überfüllt mit Leuten. Die zwei Plätze liegen 2 bis 3 Km. auseinander. Ich fahre mal schnell hin, vielleicht treffe ich das Paar von gestern die hier übernachten wollten. Aber keine Chance, viel zu gross um hier jemanden zu finden. Dafür treffe ich ein holländisches Paar, sie laden mich auf einem Glass Wein ein. Es ist schon dunkel als ich meinen Weg nach Hause antrete.

Auf den Bavellapass tummeln sich viele Leute

Zonza

Bavella Pass

Ich sehe einen ganzen Hang mit Orchideen

Beim Gärtner habe ich sie öfters gesehen aber im Wald noch nie

Bavellamassiv

 

Die Abfahrt ist eine Wucht,

kleine Bäche und

massive Berge

Wenig kurze Strecken

und viele Kurven

Unten im Tal klares Wasser

mit Tümpeln zum baden

Diese Vegetation gab es im Norden

Der Haarschopf der Pappelnsamen geben

den Eindruck als hätte es geschneit

19. Mai 2010 Ghisonaccia - Bastia
Km. 94.01 --------total 763.92
Höhe -355 --------total --9589


Beim aufstehen sieht es noch einigermassen gut aus, obwohl im Landesinnern dicke Wolken die Berge verhüllen. An einen Aufstieg nach Corte, ehemalige Hauptstadt der Insel, ist nicht zu denken. Es liegt Regen in der Luft, deshalb entschliesse ich mich die Küste entlang nach Bastia zu fahren. Von dort aus kann ich noch 2 Tage Ausflüge in den Bergen machen. Wenn das Wetter nicht mitspielt bin ich lieber in der Stadt.
Wie erwartet fängt es am Nachmittag an zu regnen mit Blitz und Donner. Ich bereite mich mit Pelerine und Gamaschen vor und fahre trotzdem weiter, manchmal durch heftigen, manchmal Rieselregen bis kurz vor dem Camping San Damiano. Der 3 Stern Campingplatz liegt 10 Km. Südlich von Bastia auf einem schmalen Land streifen, welcher den Etang de Biguglia bildet.
Für 10.50 im Tag kann ich mich ein Platz aussuchen. Hier bleibe ich 3 Nächte, kann mein Gepäck im Zelt lassen und die Batterie mit Ladegerät gebe ich an der Rezeption ab. Nun kann ich als Leichtgewicht die Berge hinauffahren.
Beim Zelt aufstellen werde ich angesprochen. Eine Frau bietet mir einen Klappstuhl mit Rücken und Seitenlehne an, sie will ihm nicht mit nach Hause nehmen. In der Seitenlehne ist sogar eine Vorrichtung für meinen Kaffeebecher. Wenn ich in 3 Tagen abreise werde ich ihn weiter verschenken.

Die Ostküste ist relativ flach und mit viele Rebstöcke bepflanzt

Im Landesinnern sieh das Wetter nicht gut aus

Früchte der Palmbäume

20 Mai 2010 Ausflug ins Nebbiogebiet
Km. 64.27 ------total 828.19
Höhe1007 ------total -10596

Am frühen Morgen fahre ich zuerst zum Hafen in Bastia

Ein neuer Verputz könnte nicht schaden

Immer in zwei Sprachen angeschrieben, wovon das Französische of übermahlt ist

Sicht nach Osten auf dem Etang de Biguglia. Auf dem schmalen Streifen liegt der Campingplatz

Die Treppe mit 28 Stufen der Kapelle vom Monserrato, eine Kopie der Basilica San Giovanni in Rom

Sicht auf die andere Seite, nach Westen mit

Saint Florent im Hintergrund

Oletta

Kirche San Michele de Murato 1300Jh.

Ich kann es heute etwas gemütlicher nehmen und ausschlafen. Es verspricht ein schöner Tag zu werden denn die Sonne steht schon hoch am Himmel.
Zuerst fahre ich zum Hafen damit ich den kürzesten Weg und Kilometer zahl weiss, denn Samstagmorgen um 08:00h verlässt die Fähre den Hafen. Die Rezeptionistin schätzt 5 bis 6 Km. In Wirklichkeit sind es genau 12 Km.
In Bastia fahre ich die D81 hoch zum Bocca di Teghime auf 537 Höhenmeter.
Ohne Gepäck komme ich sehr gut hinauf, muss nicht in den kleinsten Gang und habe noch ein paar kleinere Schaltungen in Reserve wenn es steiler wird.
Nach 2 Km. biege ich in einen kleinen Weg ab der zum Oratoire de Monserrato führt. Die Kapelle birgt eine Seltenheit, die es nur in Rom, Lourdes und Fatima gibt, die Scala Santa mit 28 Stufen. Eine Kopie der heiligen Treppe in der Basilica San Giovanni in Laterano in Rom.
Nun geht es weiter zum Col de Teghime. Die Aussicht oben ist fantastisch. Nach Osten habe ich Aussicht auf das Flachland, Südlich von Bastia mit dem Etang de Biguglia und nach Westen auf San Florent. Es ist so schön, dass ich eine längere Pause einlege.
Jetzt fahre ich auf die westliche Seite der Gebirgskette nach Oletta. Wegen der plötzlich unerwarteten tiefen Löcher ist diese schmale Strasse für Fahrräder sehr gefährlich, auf dem sonst guten Strassenbelag.
In Oletta, ein malerisches Städtchen am Berghang, treffe ich ein Paar mit Velo und Gepäck, welchem ich schon in Porto begegnet bin. Für sie sind die Ferien auch bald vorbei, sie müssen in 3 Tagen wieder zur Arbeit, umso mehr schätze ich es pensioniert zu sein.
Ich fahre weiter nach San Michele de Murato, eine Kirche 450 Meter über Meereshöhe auf einer Kuppe gelegen. Bezeichnend für den Stil sind die grossen dunkelgrünen und weissen Kalksteinblöcke, welche dieser Kirche aus den 13 Jh. ihren Charakter geben.
Ich fahre die D62 hinunter nach Bastia. Sie ist angeschrieben als "Défilé de Lancone". Noch nie bin ich eine so Kurvenreiche Strecke mit solch steilen Abhängen gefahren.

Zum Glück nicht viel Verkehr

Französisch ist übermahlt

Etang de Biguglia

21.Mai 2010 Ausflug Nord - Westlich von Bastia.
Km. 45.55 -----total 873.74
Höhe 493 ------total -11089

Es ist wie gestern Bilderbuchwetter.
Nördlich von Bastia nehme ich die erste Strasse links die in die Berge führt. Der ganze Hang ist mit schönen Villen bebaut. Mein Reise - Taschenbuch spricht von "Amerikanischen Villen" denn es sind Häuser von korsischen Emigranten, die mit dem in Nord und Süd Amerika verdienten Geld hier ihre Häuser bauen und die alten Tage verbringen.
Ich sehe Dachdeckern bei ihrer Arbeit zu. Sie bitten mich hinauf zu kommen damit ich es mir besser ansehen kann. Die Platten werden zuerst zurechtgehauen und gesägt, dann mit Kitt verklebt und die Ränder mit Mörtel. Es braucht einen Monat bis ein Dach fertig ist.
Ich fahre nach San Martino di Lota, ein abgelegenes Dörfchen mit einer Grosse Kirche, Restaurant und Terrasse mit wunderschöner Aussicht auf Bastia und das Meer.
Entlang den Berghängen fahre ich nach Norden bis ich wieder auf die Küsterstrasse D80 komme, welche mich zum Zeltplatz zurück führt.

Jedes Haus hat seine Zitrusfrüchte.

Schieferdächer sind üblich.

Kakteen haushoch.

Früher waren die Hausabdeckungen ausnahmslos aus Schiefer.

Viele kleine Weiler mit grosser Kirche

und mindestens ein Restaurant.

Weit abgelegen von der Stadt

Ein Monat braucht es für ein Dach

zu bedecken. Es wird mit Kitt verklebt

und die Ränder mit Mörtel.

22. Mai 2010 Mit der Fähre nach Livorno
Die Überfahrt dauert 4 Stunden.
Kaufe mir am Bahnhof von Livorno eine Fahrkarte für das Velo. (konnte es in der Schweiz nicht besorgen) Kaufe etwas zum Essen und Trinken für morgen im Zug nach Zürich, (morgen ist Pfingsten) und fahre zu den 12 Km. Südlich entfernter Camping Miramare.
Der Zug fährt schon um 05:55h. d.h. früh ins Bett und sehr früh aufstehen.

Abschied von Korsika. Dieser Strand grenzt an den Campingplatz. Auch viele Motorradfahrer verlassen die Fähre>

Schöner Abschluss für meine

Frülingstour durch Korsika

P.S. Zuhause angekommen bringe ich mein E-Bike zum Fahrradhändler. Er lässt ein Vertreter der Firma Bionx kommen. Der kennt das Problem und wechselt die Software aus und garantiert mir, dass es bestimmt mit dieser neuen Software nicht wieder vorkommen wird.

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