Pommern und Masuren Juli 2007

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Berlin - Parsteinersee (Deutschland) - Gryfino - Stettin - Dziwnowek - Kolobrzeg - Darlowo - Leba - Lebcz - Danzig - Elblag - Dywity (Olsztzyn) - Pasym - Mragowo - Gizycko - Szczytno - Ilawa - Swiecie - Zninn - Lubasz - Miedzychod - Lubrza - (Polen) Frankfurt/Oder - Erkner - Berlin (Deutschland)

Einleitung; Wir fuhren mit der City Night Line von Zürich (21.00h) nach Berlin (10.00h). Mit etwas Verspätung, ca.2 Stunden, weil das Eisenbahnpersonal streikt. Ausgeschlafen kamen wie in Berlin an. Im Sonnenschein fanden wir den Weg aus der Stadt Richtung Bernau auf Anhieb. Als wir die Grenze nach Polen bei Schwedt erreichten, begann es zwei Tagen lang mit Unterbrüchen zu regnen aber zum Glück hatten wir bis Masuren Rückenwind.

Der Weg führte uns via Stettin, die Ostseeküste entlang bis Danzig. Ueber Elblag und Olstyn nach den Masurischen Seenplatte bis Gizycko. Von dort durch das Mittelland via Bydgoszcz und Frankfurt an der Oder nach Berlin zurück. Auf dem Rückweg kämpften wir teilweise mit starkem Gegenwind. Da der Weg durch viele Wälder führte, war der Wind und die 35º Hitze in Masuren nicht allzu hinderlich.

Die Zeltplätze sind gut und werden nachts überwacht. Zumindest welche beim Polnischen Camping Verband angeschlossen sind. Auf den übrigen gibt es zum Teil katastrophale sanitäre Zustände. Auf einigen sind die Toiletten von 23h bis 07h geschlossen (z.B. Gizycko obwohl Mitglied vom pfcc.)

Ich habe vor unserer Abreise den Verband angeschrieben (e-Mail: biur@pfcc.info) und bekam eine Polnische Landes - Karte mit allen am Verband angeschlossenen Campingplätze darauf verzeichnet. Unter ( www.pfcc.info ) finden sie viele Information über Polen.

Ich dachte Nord Polen sei ein flaches Land zum Velo fahren das stimmt jedoch nicht. Ausser einigen Abschnitten um Elblag herum und auf den Rückweg bei Frankfurt an der Oder geht es immer ein wenig hinauf und wieder hinunter, 20 bis 40 Meter. Wenn man oben ankommt und fest in die Pedalen tritt, schafft man es manchmal bis zum nächsten Hügel.

Die Veloreise dauerte vom 3. Juli bis 27. Juli 2007, die Strecke betrug 1990.71 Km.
Mein persönlicher Eindruck von dieser Reise: Ich bemerkte dass Polen in Aufbruchstimmung ist. Noch sind die Preise sehr günstig, vor allem in den nicht touristischen Gegenden. Es wird viel gebaut, sowohl Strassen als auch Häuser. Mir fiel auf dass fast jedes dritte Haus ein neues Dach hat. Die Fassaden sind teilweise noch nicht renoviert aber dass Dach ist neu. Ich erlebte die Bevölkerung als sehr freundlich und hilfsbereit.

Sandskulpturen am Hauptbahnhof

Kapelle St.Georg Eberswalde(14 Jh.)

Klosteranlage in Chorin

Massenweise Windmühlen

Zeltplatz am Parsteinersee

Dienstag 03.07.2007 Berlin - Parsteinersee 82.53 Km.
Dass erste Sujet zum fotografieren ist gegenüber dem Bahnhof. Ein Sandskulpturen Ausstellung.

Wir folgen meinem Kompass am Lenkrad in nordöstlicher Richtung. Bald merken wir dass wir uns auf der Bernauer Strasse befinden. Nun ist es ein Kinderspiel aus der Stadt zu kommen, via Bernau, Eberswalde und Chorin wollen wir nach Parstein. Am Parsteinersee zieht sich der Zeltplatz über 3 Km. entlang des Wassers.

Zum Nachtessen fahren wir in das ca. 3 Km. entfernt gelegene Städtchen. Am Nebentisch sitzen zwei Holländerinnen die auch mit dem Rad unterwegs sind und sich ein Zimmer im Restaurant/Hotel genommen haben. Sie sind schon eine Woche unterwegs und erzählen welch schreckliches Wetter sie gehabt haben. Nicht gerade eine Aufmunterung, aber wir lassen uns die Lust an der Veloreise nicht nehmen.

Evg. St. Marien Kirche in Angermünde

Frühstück in Angermünde

Oderbrücke in Schwedt nach Polen

Viel Wälder nach Stettin (Szczecin)

Ein Wirrwarr von Brücken

über das Oderdelta bei Stettin

Mittwoch 04.07.2007 Parsteinersee - Gryfino 76.97 Km.
Mit einer Banane und ein Birchermüsli zum Frühstück fahren wir von Parstein nach das 11 Km entfernt gelegenen Angermünde. Beim Kreisel in der Stadt macht ein Bäckermeister Reklame für ein gutes Frühstück. Dass kommt uns gerade gelegen. Und tatsächlich so ein reichhaltiges Frühstück gibt es nicht alle Tage. Wir schauen uns noch die St. Marienkirche an und unterhalten uns mit dem Kirchenverantwortlichen. Er gibt uns ein Prospekt über diese Kirche. Ich lese dass das Jahr 1254 als Baujahr gilt.

Als wir weiterfahren wollen beginnt es leicht zu regnen. In Schwedt überqueren wir die Oder, dort beginnt unser Polen Rundreise. Leider beginnt es nun auch richtig zu regnen. Wir ziehen Pelerine und Gamaschen an und radeln Richtung Ostsee. Wir kommen durch sehr kleine und manchmal etwas grössere Dörfer aber in keinen finden wir eine Gelegenheit um uns etwas auszuruhen und einen Kaffee zu trinken.

In Gryfino finden wir ein Hotelzimmer. Als wir nach dem duschen in die Stadt gehen zum essen, ist es schon wieder trocken aber der Regenschirm nehmen wir zur Sicherheit mit.

Jeder Friedhof hat einen Blumenstand

Fachwerk Kirche auf dem Weg

70 Stunden Kilometer oder!!

Eine alte Kirche mitten im Zentrum von Goloniow umringt von neuen Wohnblöcken

Endlose Wälder

Noch nicht Renovierte Blöcke

Fast kein Verkehr

Donnerstag 05.07.2007 Gryfino - Szczecin (Stettin) 33.95 Km.
Bei Regen fahren wir ab und es sieht nicht danach aus als ob sich etwas ändern wird im laufe des Tages. Mit der richtigen Regenkleider sind wir zwar gut geschützt aber um mal ein halt zu machen muss schon ein Restaurant vorhanden sein und die gibt es nicht. Wenn wir Einheimische fragen sagen sie so etwas gebe es bei ihnen nicht. Zum glück sehen wir auf den 33 Km. bis Stettin eine Kebab Bude welche auch Kaffee anbietet. Es wird ein gehäufter Kaffeelöffel in eine Tasse getan, kochendes Wasser darüber gegossen und der Kaffee ist fertig. Noch etwas kalte Milch und auf Wunsch Zucker.

Kurz vor Stettin hört es endlich auf zu regnen und wir kommen am Info Zentrum für Touristen vorbei. Wir bekommen einen Stadtplan, durch ihn finden wir den Weg zur Jugendherberge. Froh sehen wir die Sonne und machen uns für einen Stadtbummel bereit.

Briefkasten für das ganze Dorf

Sonnenuntergang in Darlowo

Der Hafen in Darlowo

Ich bin an der Nordsee aufgewachsen aber habe dort noch nie Schwänen gesehen.(Salzwasser)

Freitag 06.07.2007 Szczecin (Stettin) - Dziwnovec 104.15 Km.
Trotz dem Wirrwar von Brücken über das Oder Delta finden wir den Weg nach Norden. Wir befahren Nebenstrassen und fahren meistens durch Wälder nach Lubczyna und Goleniow. Hier finden wir sogar mehrere Restaurants und den Kaffee gibt es in mehreren Ausführungen. Den üblichen mit Kaffeepulver und zwei Varianten von Löslichen Kaffee, Tschibo oder Nesskaffee.

Bei Goleniow kommen wir auf die E 65. Eine Wunderbare glatte Asphaltstrasse mit breitem Pannenstreifen. Sie führt 24 Km. durch den Wald. In regelmässigen Abständen stehen Menschen die versuchen ihren selbst gepflückten Heidelbeeren und Pilzen zu verkaufen, manchen bieten auch noch Honig an.

Nach gut 100 Km. erreichen wir die Ostsee und finden in Dziwnovec einen 4 Stern Zeltplatz für die Nacht. Es war diesmal ein schöner sonniger Tag mit ab und zu einem Wölkchen.

Endlose Getreidefelder und leicht hügelige Landschaft in Pommern

Samstag 07.07.2007 Dziwnovec - Kolobrzeg 67.91 Km.
Mit ein Birchermüsli und etwas Obst starten wir den Tag mit viel Rückenwind der Ostsee entlang. Nach 15 Km. geht es ein wenig Landeinwärts und wir machen in Trzebiatow Mittagpause. Auf den Markt kaufen wir für Sonntag ein. In einem so katholischen Land werden die Läden bestimmt geschlossen sein. Was wir auf dem Markt nicht finden, kaufen wir in einem der vielen kleinen Super Märkten.

Schade dass es so wenig Restaurants gibt. Meistens sind es Pizza Buden und wenn wir Glück haben gibt es ein paar Plastik Stühle. Manchmal fahren wir an Kebab stände vorbei oder sehen ein China Restaurant aber wir wollen die polnische Küche ausprobieren. Es sieht so aus als ob die Polen selten auswärts essen. Auf Terrassen sehen wir Leute ihre mitgebrachten Brotschnitten essen und sie bestellen dann etwas trinken dazu.

Nach 68 Km. stellen wir unsere Zelte auf, ein 3 Stern Zeltplatz in Kolozbreg.

Dorfkirche in Jelce

Störche gibt es fast in jedem Dorf

Typische Fassade eine grössere Kirche

Sonntag 08.07.2007 Kolozbreg - Darlowo 86.08 Km.
Heute Nacht hat es geregnet aber die Sonne trocknet das Zelt bevor wir es einpacken. Als wir Kolozbreg verlassen merken wir dass die Geschäften sowie Supermärkten geöffnet sind. Das haben wir nicht erwartet. Vielleicht ein Ausnahmenfall weil wir hier in einem Badeort an der Ostsee sind.

Der starke Rückenwind lässt uns schnell vorwärts kommen. Kurz vor Koszalin sehen wir ein Restaurant mit Westlichem Standart. Eine gemütliche Sitzecke, Kaffee aus eine Kaffeemaschine, saubere Toiletten und sehr geschmackvoll eingerichtet. Bilder und Wandschmuck lassen uns an Bayern denken. Die Preise sind aber auch nach Westlichem Standart.

Wir fahren noch 3 Km. weiter auf die E 28 und verlassen dann die viel befahrenen Strasse die nach Danzig führt. Es ist doch angenehmer Überland zu fahren obwohl die viel befahrenen Strassen mit breiten Pannenstreifen nicht gefährlicher sind.

In Darlowo erreichen wir ein 2 Stern Zeltplatz, jedoch sehr angenehm und sauber. Darlowo ist ein richtiger Badeort mit vielen Feriengäste, einem Hafen, Segelschiffe und daneben Kriegschiffe.

Keine Berge aber immer ein wenig hinauf und hinunter 20 bis 40 Meter

Montag 09.07.2007 Darlowo - Leba 113.21 Km.
Heute fahren wir mit schönem Velo Wetter ab, etwas bewölkt und Rückenwind. Den ganzen Weg fahren wir über Landstrassen die auf der Karte Grün eingezeichnet sind (Besonders schöne Strecken).

Nach 50 Km erreichen wir Slups, eine etwas grössere Stadt. Ich fahre etwa 50 Meter voraus auf ein Trottoir für Velo und Fussgänger da hält mich ein Mann an und zeigt auf meine Schwester die am Boden liegt. Sie rappelt sich auf und versucht ihr Velo wieder hoch zu ziehen. Auf dem Trottoir laufen viele Leute, aber kein einziger hilft ihr das Velo, mit ca. 20 Kilo Gepäck, wieder auf zu stellen. Alle laufen an ihr vorbei. Das ist für mich unverständlich aber in eine Stadt offensichtlich üblich. Wir desinfizieren die Schürfwunden an ihrem Knie und sind beide froh dass der Sturz so glimpflich abgelaufen ist. Der Übergang von der Strasse auf den Velo / Trottoir ist nicht fliessend. Wenn man nicht im rechten Winkel hinauf fährt wird es gefährlich.

Als einzige Gelegenheit bietet sich In Wicko wieder eine Pizzeria an. Wir fragen die Besitzerin ob es auch möglich ist die Polnische Küche zu probieren. Zur unsere Überraschung schlägt sie uns einige Polnische Menüs vor, man muss nur fragen!!

Bis Leba sind es nur noch 12 Km. und wir können aussuchen welchen von den 7 Zeltplatzen wir nehmen.

Links ein Dorf mit einheitlich hellblauen Dächern

Diestag 10.07.2007 Leba - Lebcz 81.51 Km.
Heute fahren wir mit Pelerine und Gamaschen ab. Den ganzen Vormittag hält der Regen an, dazu verfahren wir uns durch Unachtsamkeit um 10 Km. Wir kommen an ein Restaurant vorbei mit nahmen Eden. Der Besitzer spricht uns in Deutsch an. Er hat viele Jahre in Köln gelebt, sein erwachsener Sohn, der ihm hilft, lebt immer noch in Köln und will dort bleiben. Er ist in Köln geboren und nur hier in den Ferien. Der Vater hat sich ein schönes Restaurant aufgebaut mit einem neu angelegten Garten. Für draussen zu essen ist das Wetter zu unbeständig.

Zum Glück ist es am Nachmittag trocken und wir fahren überland weiter Richtung Puck. Kurz vor Puck sehen wir ein Schild mit "Wolny Pokoj" angeschrieben (Freie Zimmer). Wir entscheiden uns hier zu bleiben und trocknen unsere Zelten in dem Schuppen wo wir auch unsere Velos unterbringen. Die Frau des Hauses spricht nur Polnisch aber mit Handzeichen verständigen wir uns. Nach einer Weile kommt die Grossmutter hinzu und das Sprachproblem ist gelöst. Sie kennt die Deutsche Sprache noch von früher.

Landleben in Pommern

Endlose Alleen, vor und hinter uns

Mittwoch 11.07.2007 Lebcz - Gdansk 52.63 Km.
Vor unsere Abfahrt reinige und spraye ich die Ketten, damit sie wieder wie geschmiert laufen. Nach 9 bis 10 Tagen, wovon einige mit Regenwetter, ist es kein Luxus. An der ersten Tankstelle kontrolliere ich den Druck in den Pneus (Habe immer ein kleines Messgerät dabei) und wir starten Richtung Gdansk (Danzig).

Der Verkehr nimmt zu und die Velowege werden immer katastrophaler. Manchmal so schlimm dass uns nichts anderes übrig bleibt als die Strasse mit den Autos zu teilen. Aber wir sind nicht die Einzigen die dass tun. Ab Stadtgrenze werden die Velowege sehr gut.

Die grosse Strasse die in das Stadtzentrum führt heisst Grunwaldzka. An dieser Strasse Nr. 240 liegt die Schroniska Mlodziezowe, (Jugendherberge) es gibt noch zwei andere, jedoch diese liegt für uns sehr gut. Wir bekommen ein Zimmer für zwei Nächte und richten uns ein. Wir duschen um anschliessend mit unbeladenen Velos in die Stadt zu fahren.

Bahnhof Danzig

Das Wahrzeichen von Danzig "der Kran"

Links; das Goldene Tor, Oben; Grosse Mühle

Kalender aus dem Anfang des 15.Jh. der immer noch genau anzeigt. Marienkirche Gdansk

Donnerstag 12.07.2007 Ruhetag in Gdansk 19.10 Km.
Meistens bekommt man in den Polnischen Jugendherbergen kein Frühstück, jedoch Danzig ist eine Ausnahme. Wir haben Glück dass es nicht regnet und im laufe des Tages immer sonniger wird.

Eine sehr schöne Stadt, wovon die Fassaden der Häuser mich an die von Amsterdam erinnern. Ein Prospekt von Danzig zeigt was man alles sehen sollte. Als erstes kommen wir an der Marien-Basilika vorbei. Für mich ist die Kalenderuhr in dieser Basilika das Interessanteste. Sie wurde von einem Holländer im Anfang des 15. Jahrhundert gebaut und stimmt bis zum heutigen Tag genau. Was auffällt ist dass die Grabinschriften alle in Deutscher Sprache eingemeisselt sind. D.h. im Mittelalter war dieses Land von Deutschen bewohnt.

An der Motlawa steht der Kran, das Wahrzeichen von Danzig, den sieht man auf allen Prospekten. Beim "Rathaus der Stadtmitte" ist ein grosser Platz (Dlugi Targ). Hier wimmelt es von Menschen, Porträtmaler, Clowns und dergleichen. An der Mariacka, (Strasse die die Marien-Basilika mit der Motlawa verbindet) stehen nebeneinander und auf beiden Seiten Verkaufstände für Bernstein Schmuck. Die ganze Ostseeküste ist bekannt für Bernstein.

Der Rückwegweg zur Jugendherberge ist einfach zu finden, vom Bahnhof Richtung Norden und schon ist man auf die Grunwaldska.

Der Hafen mit dem Wahrzeichen von Danzig "der Kran"

Beidseits der Strasse Verkaufsstände für Bernstein

Rathhaus der Stadtmitte auf dem "Dlugi Targ"

Häuserfassaden wie in Holland

Milchkannenbastei

Freitag 13.07.2007 Gdansk - Elblag 72.47 Km.
Heute verlassen wir Pommern und fahren in die Provinz Masuren. Während wir das Frühstück zu uns nehmen regnet es noch. Eine halben Stunde müssen wir warten bis der letzte Tropfen vom Himmel fällt.

Durch Danzig hindurch zu kommen ist leicht. Den ganzen Weg durch die Stadt fahren wir auf roten Velostreifen. Nach Danzig nehmen wir die E77. Diese Superstrasse hat einen über 2 Meter breiten Pannenstreifen. Es wird noch an verschiedenen Stellen gebaut. Bei diesen Baustellen sehen wir Tafeln in polnischem Text und das blaue Europa Emblem mit den vielen Sternen. Ich nehme mal an, dass dort einige Euros hinein fliessen.

Weil die Fahrbahn so schön Flach und gerade ist, der Wind von hinten kommt, sind wir schon früh auf dem Zeltplatz von Elblag. Nach drei Nächten in der Jugi und Privat Übernachtung ist der Zeltplatz wieder an der Reihe.

Wir sind überrascht welch schöne Altstadt Elblag ist. Die Häuser sind Renoviert und es gibt viele Möglichkeiten ein gemütliches Kaffee zu finden. Wir lernen ein richtig polnisches Dessert kennen, den "Malesniki" Pfannkuchen gefüllt mit Früchten, auf der Seite Schlagsahne und verziert mit Sirup und Zuckerpulver. Diese Pfannkuchen gibt es in allen Variationen, süss als auch gewürzt, mit Pilzen und noch vielen feine Sachen.

Zentrum von Elblag

GruppeVelofahrer in Lubomino. Sie haben uns die Polnische Küche schmackhaft gemacht.

Störche beim üben

Der Zeltplatz liegt am Elblag Kanal der die Seen im Inland mit der Ostsee verbindet

Gebäude in Olsztyn

Samstag 14.07.2007 Elblag - Dywity 116.94 Km.
Die ersten 20 Km. fahren wir auf der Neue E 77. Dann biegen wir nach Osten ab und fahren durch verschlafene Dörfer bis Orneta. Die Strassen sind ausserorts gut, aber innerorts manchmal sehr schlecht. Dort biegen wir nach Süden ab und haben jetzt den Wind von der Seite.

In Lubomino sitzen vier Radfahrer auf einer Terrasse und essen ihre mitgebrachten Brotschnitten. Für uns ist es auch zeit zu pausieren. Eine Frau die sich als Erika vorstellt spricht gut Deutsch und fungiert als Dolmetscherin. Sie erzählt über die polnischen Sitten und vor allem die polnische Küche. Ich schreibe verschiedene Menüs auf wie sie in polen auf der Speisekarte vorkommen und hoffe am Abend eines davon vor zu finden. Wir müssen unbedingt "pierogi, (gefüllte Teigtaschen) brigos, (Eintopf mit Fleisch) und malesniki (mit Teig gefüllte Pfannkuchen) ausprobieren, erklärt sie uns.

In Dywity übersehen wir ein Campingschild und machen zusätzlich einen 14 Km. langen Umweg. Dafür ist der Zeltplatz Traumhaft an einem See gelegen.

Sonnenuntergang in Pasym

Zeltplatz in Pasym

 

Typischer Kirchturm im Norden von Polen

 

Der Zeltplatz an diesem See ist schön gelegen mit Sicht auf das Dorf

Sonntag 15.07.2007 Dywity - Pasym 44.45 Km.
Wenn ich diesem Tag als Überschrift einen Nahmen geben musste, würde ich schreiben "auf Superstrasse durch den Wald". Die ersten 8 Km. sind gerade das Gegenteil. Die Strasse ist für Radler gesperrt, dafür geht ein querfeldein Weg durch den Wald. Für Mountain Biker kein Problem aber mit Gepäck unmöglich. Wir probieren etwa 500 Meter aus. Es geht manchmal so steil durch den Wald das schieben sogar unmöglich wird. Wir entscheiden die Schilder zu übersehen und fahren 8 Km. bis Olsztyn auf verbotener Strasse. Wir hoffen auf wenig Verkehr, weil es heute Sonntag ist, und vor allem keine Polizeikontrolle. Die Polizisten haben anscheinend auch Sonntag und wir kommen mit wenig Verkehr gut in Olsztyn an. In dieser Stadt merkt man gar nicht dass heute Sonntag ist. Alle Geschäfte und Kaffeestuben sind geöffnet Wir nehmen zuerst mal ein gutes Frühstück bei einem Bäcker (ein Süsses Frühstück).

Nun beginnt eine wunderschöner Route. Die Strasse schlingt sich 25 Km. durch den Wald. Zuerst noch Hügellandschaft mit Kornfelder soweit das Auge reicht dann der Wald und dass letzte Stück entlang Seen bis wir in Pasym ankommen. Dort kommt ein Biker auf uns zu und fragt von wo wir kommen und ob er uns helfen kann. Er arbeitet in Deutschland und ist in seinem Heimatdorf in den Ferien. Er führt uns zum Zeltplatz und bietet sich als Dolmetscher an der Rezeption an. Dass ist Toll denn wir wollen die Waschmaschine gebrauchen. Kein Problem, wir sollen die Wäsche abgeben und alles wird gemacht. Na, dass ist ein Angebot. Dafür gehen wir ins Dorf wo gerade dass Dorffest des Jahres stattfindet.

Auf dem Zeltplatz kommen zwei Radler aus Belgien die eine Masuren Rundfahrt machen. Es sind Vlamen und wir können uns in holländisch unterhalten.

Polen im Aufbruch

Strasse bereits fertig, mit Pannenstreifen

Wälder und nochmals Wälder

Montag 16.07.2007 Pasym - Mragowo 62.38 Km
Eine ruhige Landstrasse führt nach Dzwierzuty. Ein kleines Dorf mit nur einem " Sklep" (Lebensmittelladen) Ich möchte ein paar Briden kaufen. Ich habe gestern all meine Reserven aufgebraucht um meine faltbare Zeltstange zu Reparieren. Sie war gebrochen und ich musste sie schienen mit Heringen und Briden fixieren. Ich frage ein Mann ob solche hier zu haben sind. Ich zeige ihm eine, er versteht und sagt mir wie sie auf Polnisch heissen. Ich schreibe es auf damit ich in eine grössere Stadt ohne Probleme solche kaufen kann. Als wir weiter fahren, steigt ein Mann aus seinem Auto und ich erkenne ihn als derjenige dem ich nach den Briden gefragt habe. In der Hand hält er einen ganzen Büschel Briden. In der Zeit als wir im "Sklep" einkauften, ist er heim gefahren und hat die Briden geholt.

Die Leute grüssen hier nicht, Wenn ich "Dzin Dobre" sage (guten Tag) dann bekomme ich ein Gegengruss aber von sich aus machen sie es nicht. Erst dachte ich das sind unfreundliche Leute. Aber da sieht man wie leicht man sich täuschen kann. Auch grosse Hilfsbereitschaft erfahre ich wenn ich nach dem Weg frage.

Es ist Zeit mal wieder die Ketten zu pflegen. Wir gehen dafür zu einer Tankstelle, kaufen ca.50 ml. Benzin, mische es mit 10% öl und ich habe sehr guten Kettenreiniger. Das Öl verhindert das rosten der Kette. Die Ketten werden mit einer Bürste geschrubbt, trocknen lassen und mit Silicon Spray sprühen. Die Wechselrädchen nicht vergessen und die Kette läuft wie neu.

Wir kommen an ein Restaurant mit sehr grossem Parkplatz vorbei. Es stehen ein paar Lastwagen, ein gutes Zeichen für Hausmannskost. Und tatsächlich, verschiedene polnische Menüs werden angeboten wie die Velofahrerin vor ein paar Tagen beschrieben hat. Wir fangen mal an mit Pierogi und schliessen ab mit Malesniki. In Mragowo treffen wir wieder das belgische Pärchen und wir verbringen den Abend zusammen. Heute war die Höchsttemperatur 35º

Langsam steigt die Temperatur

zum Glück fahren wir durch viele

Wälder die etwas Abkühlung bringen

Dienstag 17.07.2007 Mragowo - Gizycko 40.79 Km.
Der Zeltplatz liegt an der Nebenstrasse nach Ryn, genau die Strasse die wir fahren wollen. Es geht wieder rauf und runter wie fast an allen Tagen hier in Polen. Ich hatte mir die Landschaft viel flacher vorgestellt. Als wir den ersten Rast machen ist es schon 30º. Wir fahren noch ein bisschen weiter bis Gizycko und beschliessen den Nachmittag frei zu machen. Wir wollten noch ein bisschen höher zur Russischen Grenze (30 Km.) aber es ist zu warm zum Velo fahren.

Wir trafen zwei Deutsche Radfahren die via Königsberg nach Riga wollten. Für die Durchfahrt durch dass kurze Stück Russland brauchten sie ein Visa welches 100 kostete.

Nach dem duschen geniessen wir das leben am Hafen mit einem Glacé.

Dies Brücke wird von Hand gedreht

Hier finden wir die ausgehungerte Katze

Der Kanal endet auf dem Zeltplatz von Gizycko

Der Hafen rechts, der Zeltplatz links von Gizycko

Mittwoch 18.07.2007 Gizycko - Szczytno 117.37 Km.
07.30 sind wir bereit für den Rückweg nach Berlin. Das Wetter ist ausgezeichnet mit Höchsttemperatur von 25º und die Strassen tipptopp. Wir fahren entlang dem See Jez. Jagodne und Pausieren an einer schönen Stelle mit Blick auf den See.

Zur Kaffeezeit treffen wir in Mikolajki ein. Sehr viel Touristen tummeln sich in diese Stadt. Es ist ein idealer Ort zum Boot fahren oder Segeln denn viele Seen sind durch Kanälen miteinander verbunden.

Auf einem Schotterweg fahren wir durch einen Wald. Wir hören plötzlich eine Katze miauen, steigen ab und sehen eine brandmagere Katze die auf uns zukommt. Das einzige das wir für sie bei uns haben ist eine Scheibe Brot und Streichkäse. Ich streiche den Käse dick auf die Schnitte und schneide sie in kleine Würfel. Hungrig wird die ganze Schnitte gegessen.

Wir fahren fast den ganzen Tag durch Wälder. Dass ist super, denn wir haben jetzt Gegenwind und der Wald schützt uns. Auf einem Zeltplatz der nicht auf der Liste vom Verband steht übernachten wir.

Hügelige Getreide und Rapsfelder und

viele Seen die miteinander verbunden sind, das ist Masuren.

Donnerstag 19.07.2007 Szczytno - Ilawa 112.28 Km.
Die erste hälfte des Tages führt der Weg weiter durch Wälder mit gutem Strassenbelag, gut für Schatten und Windfang. Der zweite Teil der Tagestour wechselt einander ab mit Getreide-Kornfelder und Wiesen. Der Zeltplatz liegt am See neben einem dazu gehörenden Hotel und an der Stadtgrenze. Müde vom dem zweiten Teil der Strecke sind wir froh, dass wir nach dem duschen und Zelt aufstellen direkt ins angrenzende Hotel Nachtessen gehen können.

Der Storch findet genug für seinen Nachwuchs

Olsztynek im Zentrum der Stadt

Die Dächer sind in allen Farben zu haben.

Freitag 20.07.2007 Ilawa - Swiecie 108.06 Km.
Leider finden wir in keinem der Dörfer die wir durchfahren eine Möglichkeit Kaffee zu trinken. Dafür finden wir in eine "Cuckiaria" (Patisseriegeschäft) in Lasin und machen es uns gemütlich im Park des Dorfplatzes.

In Grudziadz, die grösste Stadt auf unserem heutigen Weg, fahren wir über die Wisla (Weichselbrücke). Sie entspringt im Tschechisch - Polnische Grenzgebiet, durchfliesst Krakow, Warsawa, Grudziadz und fliesst bei Gdansk in die Ostsee. Dort wo wir ihn überqueren ist der grösste Fluss von Polen schon sehr breit.

Wir wollen die viel befahrene E75 meiden und nehmen die Nebenstrasse die immer holperiger wird, nach einigen Km. gar keinen Belag mehr hat. Obwohl sie auf der Karte als normale Strasse eingezeichnet ist, besteht der Weg nur noch aus weichem Sand. D.h. entweder 10 Km zurück oder ein paar Km. schieben. Wir entscheiden uns fürs Schieben denn die E75 sieht nicht einladend aus mit so vielen Brummis.

Der Zeltplatz ist wunderbar an einem See im Wald gelegen. Es hat viele Kneipen in der Nähe aber der Zeltplatz ist nicht an den Campingverband angeschlossen, also keine Kontrolle oder Überwachung. Zum Glück haben wir Ohropax bei uns. Als ich um 06.00h wach werde, spielt die Discomusik immer noch aus voller Lautstärke.

Sonnenuntergang bei Szczytno

Die Weichsel schon breit

Eine lange Brücke über die Weichsel.

Samstag 21.07.2007 Swiecie - Znin 107.18 Km.
Wir wollen uns heute auf kein Experiment einlassen und nehmen die E75 mit breitem Pannenstreifen. Zum Glück gibt es um diese Zeit noch nicht so viele Brummis. Nach 21 Km können wir sie verlassen und folgen der Weichsel bis Bydgoszcz.

Wir merken auch heute wieder welch untergeordnete Rolle das Velo auch hier hat. In der Stadt müssen wir das Velo eine Treppe hinauf und auf der andere Seite des Bahnüberganges wieder hinunter tragen. Vor Znin fahren wir einer Allee entlang dessen Bäume beidseits der Strasse voll mit Misteln sind. Soviel Misteln an eine Strasse habe ich noch nie gesehen.

Der Zeltplatz ist im Gegensatz zu gestern sehr ruhig. Der Zeltnachbar hält uns für Holländer und spricht uns in perfektem Holländisch an, für einen Deutschen ungewöhnlich gut und fast ohne Akzent. Es stellt sich heraus dass er in Elten aufgewachsen ist. Eine Stadt die immer wieder mal Deutsch mal Holländisch war (jetzt Deutsch). Es ist ein pensioniertes Ehepaar das bis September mit ihrem Wohnwagen unterwegs sein wird.

Jetzt ist Erntezeit

Unmöglich zu fahren

Ab Ab diesen Schildern ist Innerorts für jede Stadt und Dorf

Viele Wegkreuze begegnen wir

Marktplatz in Znin

Sonntag 22.07.2007 Znin - Lubasz 99.78 Km.
Wir nehmen Abschied von dem Ehepaar mit dem wir uns gestern so gut unterhalten haben. Sie bieten uns noch ein Kaffee an und wir machen uns auf dem Weg.

Übernacht hat sich der Wind gedreht denn wir haben gegen alle Erwartungen Rückenwind und kommen so gut vorwärts. Die Wolken werden immer dunkler und nach 30 Km. fängt es zu Regnen. Wir finden einen guten Unterstand und müssen ¾ Stunde warten bis es vorbei ist. Die Sonne zeigt sich sogar am Nachmittag.

In Lubasz, wo wir übernachten, steht eine sehr grosse Kirche, unproportional zur Grösse des Dorfes. Es sieht aus als wäre es ein Kloster doch bei näherer Betrachtung stellt sich heraus dass es doch eine Kirche ist. Sie wurde vor nicht all zu langer Zeit renoviert.

Nicht immer so gut angeschrieben

Nach dem Wärmegewitter

Kirche in Lubasz

Zeltplatz Lubasz

Angrenzend zum Zeltplatz

Tabak Plantage und trocknen der Blätter

Montag 23.07.2007 Lubasz - Mierzyn (Miedzychod) 75.91 Km.
Wir haben heute wieder Gegenwind aber die viele Wälder die wir durchfahren machen dass wieder gut.

Wonki ist unsere erster Raststelle. Wir fragen einen älteren Mann ob er uns ein Restaurant empfehlen kann. Er sagt, Fahren sie mir nach, und zeigt uns einen "Kawiarnia" (Kaffeestube). Wir laden ihm ein und er übersetzt für uns denn die Besitzerin spricht nur Polnisch. Er ist 79 Jahren und in diesem alter sprechen viele Polen auch Deutsch. Er erzählt von seinem Leben, Kriegzeit und was sich alles geändert hat in den letzten Jahren. Er ist dankbar für die Veränderungen der letzten Jahre dass jetzt alles wieder zu haben ist und dass diesen Aufbruch Stimmung ihm gefällt.

Wir überqueren die Warta zwei mahl vor wir in Mierzyn, unser Etappenziel, ankommen. Es ist nicht leicht zu finden. Weil die Zeltplätze in Polen nur selten angeschrieben sind. Dazu kommt noch dass er wohl in diese Gemeinde liegt aber weit weg vom Dorfzentrum in ein Birkenwald am See. Die Sanitären Anlagen sind tipptopp aber leider geht er um 24.00h zu und erst ab 07.30h wieder auf. Ich weiss nicht was die sich dabei denken. Dass man einmal in der Nacht aufstehen muss ist doch nichts Aussergewöhnliches. Sie werden sich denken es hat ja genug Bäumen.

Die Warta bei Miedzychod

Kühe sind Schwartz-Weiss

5 Partnerstädte hat

Miedzyrzecz

Solche relig. Zeichen sieht man viel

Dienstag 24.07.2007 Miezyn - Lubrza 84.57 Km.
Von ca. 06.00h bis 07.30 regnet es. Die Zelten packen wir nass ein und hoffen heute auf Sonnenschein. Auf der Karte sieht es aus als ob wir vom Zeltplatz links ab der Warta entlang müssen. Jedoch wir sehen nicht. Nach 10 Km. begegnen wir der erstne Richtungsanzeige und merken dass wir den falschen Weg genommen haben. Also 10 Km. zurück bis zur Ausgangslage in Miedzychod, dort spülen wir den Ärger zuerst mal mit einem Kaffee hinunter. Zum Glück müssen wir der viel befahrene Strasse nach Kostrzyn nur ein paar Km. folgen und kommen auf einen fast nicht befahrenen neue Strasse die nach Miedzyrzecz führt.

Wir freuen uns dass die Wolkendecke immer weniger wird und trocknen unsere nassen Zelte beim ersten Picknick. Die Temperatur steigt immer mehr und am Nachmittag gibt es ein Wärmegewitter mit Blitz und Donner von höchstens einer Viertelstunde. Man kann es voraussehen und wir sorgen dass wir einen guten Unterstand finden. Ein schöner Regenbogen sagt uns dass wir weiterfahren können.

In Lubrza stellen wir für die letzte Nacht in Polen unsere Zelte unter einen Unterstand auf. So sind wir sicher dass wir Morgenfrüh trocken weiter fahren können.

Die Warta bei Wonki

Zeltplatz Lubrza

Wegwarte begleitet uns auch dieses Jahr

Ueber 100 Velo-Pilger aus Strzelce Kraj

Raps Ernte in vollem Gange

unterwegs zur heiligen Stadt Czestochowa

Keine Velo-freundliche Stadt

Im Hintergrund Windmühlen die hier sehr populär sind

Mittwoch 25.07.2007 Lubrza - Helenesee (Frankfurt/Oder) 85.16 Km.
Ganz können wir die 2 / E30 nicht vermeiden aber doch einen grossen Teil. Mit 2 Meter Pannenstreifen ist es auch nicht so schlimm.

Am Grenzübergang in Slubice wechseln wir die übrig gebliebenen Zlotis in Euros und fahren über die Oder nach Frankfurt. Vor 23 Tagen als wir die Oder überquerten regnete es in strömen, jetzt scheint die Sonne zur ausgleichenden Gerechtigkeit.

In Frankfurt kaufen wir eine Velokarte von Frankfurt bis Berlin damit wir wenn möglich nur Radwege fahren können. Diese sind sehr gut ausgebaut und vor allem zusammenhängend bis in die Stadt Berlin hinein. 7 Km. südlich von Frankfurt gibt es ein Erholungsgebiet am Helenesee mit sogar zwei Zeltplätzen.

Wir haben viele Felder mit diesen Pflanzen gesehen,(rechts) sind aber für uns unbekannt.

Unbekannter Pflanze von nah

Eine gewisse Sicherheit, breite Pannenstreifen

Raps und Getreide

Donnerstag 26.07.2007 Helenesee - Peetzsee (Erkner) 76.83 Km.
Frühstückt auf dem Zeltplatz da ein Super Markt vorhanden ist und wir fahren erst spät ab. Die Velokarte ist Gold wert. Wir nehmen die Radwege die hauptsächlich durch den Wald gehen. (und es gibt hier sehr viel Wald)

Müllrose mit seinem hübschen Marktplatz lädt uns zum ersten Rast ein.

Nach ca.25 Km. kommen wir an der Kerstdorfer Schleuse vorbei. Dort ist ein Restaurant mit Biergarten wo lauter Radfahrer zu Mittag essen. Ein Ehepaar aus der Umgebung von Düsseldorf ist mit dem Deutsche Radklub unterwegs (so etwas wie der ADAC für Radfahrer) und kommt zu uns an den Tisch. Ihre Tochter arbeitet in Bern, somit kommen sie des Öfteren in die Schweiz.

Der Weg führt via Fürstenwalde, entlang der Spree zum Peetzsee.

Brücke die Slubice(Polen) mit Frankfurt/Oder(Deutschland) verbindet.

Frankfurt/Oder. Marienkirche

Zeltplatz im Erholungsgebiet am Helenesee

Freitag 27.07.2007 Peetzsee - Berlin (Hauptbahnhof) 48.69 Km.
Wir können es uns gemütlich machen denn der Zug nach Zürich geht erst um 21.25h.

Durch Wälder und entlang Seen geht es Richtung Berlin. Durch die Stadt kommen wir sehr gut. Auch dort fahren wir nur Velowege. An der Oberbaumbrücke vorbei zum Brandenburger Tor und weiter zum Reichstag mit den vielen Besuchern auf der grossen Wiese. Eine lange Schlange wartet geduldig auf den Eintritt.

Den Rest des Nachmittags sehen wir uns Berlin mit dem Velo an.

Brücke bei Neuhaus

Oder - Spree Kanal

In Köpernick ist Berlin nicht mehr weit

Kersdorfer Schleuse

Zentrum von Müllrose

Samstag 28.07.2007 Baden - Bremgarten 19.81 Km.
Wir haben im Zug gut geschlafen, er war pünktlich 09.00h in Baden. Nach knapp 20 Km. erreichen wir unser Zuhause in Bremgarten und machen das letzte Foto, mit Bremgarten als Kulisse.

Brandenburger Tor

Zuhause in Bremgarten

Reichstag

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